Jemandem auf den Fersen bleiben, heißt ihn nicht aus den Augen lassen – den Blick nicht abwenden – im Augenblick bleiben.
Fragt dich jemand in dem Moment, was du gerade tust, antwortest du: „Ich gehe.“

Du bist Zeuge deiner Bewegung.

Das Leben möchte ich mit einer Bergwanderung vergleichen: Ich kann nicht sicher Schritt für Schritt vorankommen, wenn ich auf den Gipfel schaue während des Gehens.

Ich muss mich führen lassen, dem Bergführer voll vertrauen, den Blick nicht vom Weg abwenden.
Fixierung auf das Gipfelkreuz stört die Bewegung, nimmt die Sicherheit für den nächsten Schritt.
Die Bewegung meines Körpers und mein Atem hält mich im Augenblick.

Ich kann mich bei der Bergwanderung nur bewegen, wenn ich mich der Bewegung ganz widme. Ich kann nur weiterkommen, wenn ich meine Atmung tief und ruhig weiter fließen lasse, Schritt für Schritt, ein-atmen-ausatmen-einatmen-ausatmen…
Ich reduziere mich auf das Wesentliche.

Für mich ist das ein wirksames Bild für meine Beziehung zu Gott und die Logik seiner Liebe zu mir: Jeder Moment, den ich ganz im Kontakt mit dem bin, was mich umgibt, ohne Zukunftsangst und Vergangenheitszweifel, ist ein Moment in seiner Gegenwart.